P
Lieder und Gedichte

Erkelner Gedichte u. Lieder als PDF

 

hier 3 Beispiele für Erkelner Lyrik

 

 

 

 

Wieder in der Heimat

(von Lehrerin Josefine Heinemann)

 

Wie wohl war die Heimat mir doch bekannt
Ich wusst um Kämpe, Gräben, Ackerland
In Wald und Berg und Busch war ich zu Haus
Und kannte in Vogelstimmen mich aus
Grüsste den Star und die Schwalbe am Dach
Sah im Herbst dem Zug der Kraniche nach
Ich lugte zum Fuchsloch, sah Has´ und Reh
Sog von Blumen den Duft, von Korn und Klee
Ich kannte die Schluchten, den Quellenlauf
Und passte an der Nethe den Fischen auf
Ich schaute die Kreuze auf Berg und Feld
Erbe der Ahnen für unsere Welt
Liess die Glocken klingen zum Festesklang
Das Herz ausjubeln im frohen Gesang
Hab aus Turmlochs Höh auf das Dorf geschaut
Alle die Häuser waren mir vertraut
Alle Strassen und Winkel waren mein
Hoch auf dem Pferd glaubt ich König zu sein.

Doch suchte ich fern ein grösseres Glück....

Und kehre ich heut in das Dorf zurück
Dann weiss ich, was ich damals nicht erkannt
Dass du mir, Heimat, bist das schönste Land

 

 

 

 

Den gefallenen Soldaten bei Erkeln 1945 zum Gedächtnis

(von Veronika Litz geb.Willeke, Schwester von Peter und Ludwig Willeke)

 

Jedes Jahr wenn der Schlehdorn blüht
denk ich an dreizehn Soldaten.
Traurigkeit befällt mein Gemüt
karg war der Lohn ihrer Taten.

Sie kämpften für ihr Vaterland
setzten ein ihr junges Leben.
Im Wald traf sie die Feindeshand
sie mußten ihr Herzblut geben.

Schlehdorn warf man ihnen ins Grab
Schlehdorn statt Lorbeeren.
Da die Natur nichts andres gab
mußte man sie damit ehren.

Kleine Schlehdornblühte schneeweiß
wie lieb bist Du mir geworden.
Du bist für mich ein Edelweiss
den Helden der schönste Orden. 

Hintergrund zu diesem Gedicht

 

 

 

Das schöne Erkelner Tal

(von Josef Montino)

 

Das schöne Tal muß man doch loben,

wo man so froh und glücklich lebt

wo ganz von reiner Luft umgeben,

der Kreuzberg gegen Himmel strebt...

 

Es ist das Tal, wo Licht umflossen

das Kreuz dort in die Lüfte blickt.

Die Aussicht, die man dort genossen,

mich immer wieder hat entzückt...

 

Wo unten in dem schönen Grunde,

die Nethe durch die Wiesen fließt,

und jene schönen Wanderwege,

die es in unsrer Heimat gibt...

 

Das Tal von Bergen rings umschlossen,

wie liegt es da im Sonnenglanz.

Der Vogelsang mit seinen Quellen,

wie eine Blume in dem Kranz...

 

Und dort, in jenen schönen Lüften,

war's wo mein Lebenslauf begann.

Wo in den Bergen, in den Klüften,

die Jugendzeit so süß verrann...

 

In jenem Tale, jenen Wäldern,

da war mein wahres Paradies.

Auf jenen Wiesen, jenen Feldern,

verfloss die Jugend mir so süß...

 

Hier möchte ich die Luft genießen,

die rein um jene Berge weht.

Hier möchte ich die Augen schließen,

Wenn mild die Sonne untergeht...

 

Ich möcht nicht in der Ferne weilen,

wo alles eben ist und kahl,

die Berge fehlen, auch die Wälder,

es gibt halt nur ein Erkelner Tal