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Die Chronik vermerkt im Jahre 1802: "Die östlich und südlich von Erkeln liegende Waldung ist Eigenthum des Herrn Grafen von Bocholz -Asseburg zur Hinnenburg. Das Haus Hinnenburg hält sich auf diesen Waldungen einen Förster für ein jährliches Gehalt von 20 Thalern und Mondrierung, so in einem grünen Rocke besteht."

 

Als Förster war immer ein Einwohner der Gemeinde Erkeln angestellt. Auf Grund des uralten Nutz- und Huderechts hatte jeder Einwohner in Erkeln aus diesem Walde freies Brand- und Nutzholz und dafür nichts anderes zu zahlen als dem Förster Anschlagsgebühren, welche zu seinem Gehalt gehörten. Jeder Vollmeyer gibt einen Scheffel Roggen, jeder Halbmeyer einen Scheffel Gerste und die übrigen Leute von jedem Fuder einen Maltergroschen.

 

Nach 1827, als der Wald Gemeindeeigentum geworden war, wurde das Revier zunächst von einem gewöhnlichen Insassen aus Erkeln, also keinem passionierten Forstmann, eher schlecht als recht betreut.

 

 Amtszeit  Förster  Lebensdaten
1810-1816 Johannes Heinrich Augustin Backhaus * 29.08.1767 Erkeln
+ 05.01.1828 Erkeln
1812-1823 Johannes Henze, „Flurschütz“ * 18.12.1747 Erkeln
+ 05.07.1823 Erkeln
1821-1833 Anton Gehle * 1770 Riesel
+ 26.08.1833 Erkeln
1833-1853 Johannes Heinrich Zimmermann * 06.03.1799 Erkeln
+ 13.02.1877 Erkeln
1853-1857 Gustav Heinrich von Freiberg  
1857-1858 Christian Thies, „Corpsjäger“  
1862-1875 Johann Joseph Reichling
(vorher auf dem Rustenhof bei Istrup)
* 21.03.1812 Rüste b. Oberhundem
+ 09.02.1875 Erkeln
1876-1883 Johann Richard Leo Reichling
(Sohn des Vorgängers; 1883 nach Brakel)
* 11.07.1851 Rustenhof bei Istrup
1884 Friedrich Milow  
1884-1922 Peter Adolph Löhr * 23.01.1856 Dierdorf, Kr. Neuwied
+ 23.03.1922 Erkeln
1923-1950 Franz Carl Joseph von Schiller
(Schwiegersohn des Vorgängers)
* 10.09.1885 Asseln
+ 19.11.1961 Erkeln
ab 1951 Beförsterungsverband Erkeln-Beller-Hembsen
1951-1958 Hermann-Theodor Arnold Maria von Detten * 14.07.1915 Borgholz
+ 13.01.1958 Höxter
1958 Karl Hellweg
(Hilfsförster/Forstwartbezirk Erkeln)
 
1958-1993 Franz-Josef Senne  
ab 1970 steht der Erkelner Forst unter der Verwaltung der Stadt Brakel