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Johann Detmar Schmitz Ausführungen von Pfarrer Anton Fecke Johann Detmar Schmitz 1695 bis 1747 setzte das Werk des Vorgängers mit demselben Eifer fast eben so lange fort. Er ist geboren zu Münster als Sohn des Hermann Schmitz und Anna geb. Branthey am 14. September 1664. Die Pfarrstelle wurde ihm conferiert vom Abte zu Corvey, die Investitur erhielt er vom Archidiacon zu Paderborn. Am 13. Juli 1744 feierte er unter großer Theilnahme das goldene Priester-Jubiläum und starb am 8. September 1747 Nachmittags während der Rosenkrenz-Bruderschaft. Sein Grab hatte er sich schon bei Lebzeiten vor dem Rosenkranz-Altare der Pfarrkirche anfertigen lassen, sein Leichnam wurde dort auch beigesetzt. (Als ich anno 1886 dort den Bodenbelag aufnehmen ließ, fand sich das überwölbte Grab.) Die dankbare Gemeinde hat später an der Wand daneben ein schönes Epitaphium setzen lassen. Pastor Schmitz verwaltete die Pfarre in ruhigerer Zeit,aber er hat für dieselbe auch überaus viel gethan. Sicher hat der Mann, der eine zierliche deutliche Handschrift hatte, der im Kirchenbuche so manche unbedeutende Nachrichten einstreuete, über die großen Stiftungen, die er gemacht, schriftliche Nachrichten hinterlassen, namentlich über den Bau der Kirche und der Kaplanei, aber im Pfarr-Archive findet sich darüber nur die Abschriften seines Testamentes und der Stiftungs-Urkunde der Kaplanei. Sein Nachfolger schreibt im Kirchen-Buche: " Nach seinem Tode ist schrecklich gehandelt mit seiner Nachlassenschaft, auch sogar die Zäune eingerissen." Entweder ist damals, wo keine Aufsicht vorhanden war, von diesen Verwandten, die durch das Testament in ihren Hoffnungen sich getäuscht sahen, auch der schriftliche Nachlaß des Pfarrers mitgenommen, oder aber derselbe ist während der unordentlichen Verwaltung des Pastors Fleckner während der Unruhen und Trubel des 7jährigen Krieges abhanden gekommen. Nur ein Heft in quarto ist vorhanden, welches die Introden des Pfarrers und des Custos enthält und als Hebebuch desselben diente, aber beweiset, wie genau er in solchen Dingen war. Pfarrer Schmitz bauete zunächst die schöne, durchaus zweckmäßig eingerichtete Pfarr-Kirche sti Petri in vince etwas abseits der alten Kirche, schaffte das Inventar derselben, als Orgel, Altäre, Bänke, Glocken hinüber, verbesserte das Gehalt des Pfarrers, stiftete die Rosenkranz-Bruderschaft, und dotierte sie. Gegen Ende seines Lebens errichtete und fundierte er das Kaplanei-Beneficium, nach dem er an Stelle der alten Kirche aus den Bauresten ein Haus gebauet hatte, das im Erdgeschoß als Armenhaus, im Obergeschoß als Kaplanei diente. Fast gleichzeitig bauete er die Kapelle zu Beller. Im Entwurf eines Gesuches um Genehmigung dieses Baues erklärte er, daß er dieselbe ganz auf eigene Kosten ohne Beiträge der Gemeinde baue; er dotierte sie überdies zur Unterhaltung für die Zukunft mit einem Cap. von 94 Thalern, und 100 Thaler gab er zum Pfarrfond, damit für deren Zinsen der Pfarrer darüber die Aufsicht führe. Der Pfarrer muß von Haus aus vermögend gewesen sein, sonst hätte er in der damals armen Gemeinde und bei dem kärglichen Gehalte solche Bauten und Stiftungen nicht leisten können, wenn er auch noch so sparsam und genau wirtschaftete. Er verwaltete die Pfarre 52 Jahre mit großem Segen, darum steht sein Andenken auch jetzt noch in großem Segen und Ehren.Abschrift des Testamentes und der Stiftungs-Urkunde der Kaplanei in Actes. |