Christian Fleckner Ausführungen von Pfarrer Anton Fecke

Christian Fleckner 1746 bis 21. Mai 1762. Von diesem Pfarrer ist wenig zu sagen. Seine Verwaltung fiel in die Zeit des 7 jähr.Krieges, während dessen die Gemeinde oft hart heimgesucht wurde ("Schanze" am Hopfen-Berge, Lager der Gegner vor dem Stein-Berge). Das mag manche Unordnung in der Pfarre entschuldigen. Auch von ihm sind keine Aufzeichnungen, kein Lager-Buch vorhanden, nur das sehr nachlässig und unordentlich geführte Kirchen-Buch. Spuren seiner Wirksamkeit in der Gemeinde, die wiederholt schwer heimgesucht wurde, finden sich nicht. Er bemerkt im Kirchen-Buche: "1749 den 18 Aprilis morgens um halber fünf Uhren ist da hier ein schädlicher Feuersbrunst nahe bei hiesigem Kirchhof und Pastorat-Hause entstanden, also daß17 Häuser dahier völlig dadurch eingeäschert, und wenn nicht Gott dafür gewesen und solches nicht ferner bewahret, mithin durch sonbahre Mithülf deren P.P. Capucinern und brakelschen Bürgern und Hembschen Einwohnern so schwer Feuersbrunst gerettet, so wäre das ganze Dorf im Feuer verblieben. Item ist zeitiger Pastor mit dem Sanctissimo ebenfalls herumgegangen und die dreimalige Benediction ertheilt. Post datam benedictisnem sanctissimi soppitum est incendium." Fl.p.t.par.Verschiedene Streitigkeiten mit der Gemeinde waren der Wirksamkeit des Pfarrers auch nicht förderlich.In einer Entscheidung des Archidiaconats-Gerichtes d.d. 7 März 1760 werden ihm verschiedene Bruchten-Strafen auf "viele für ihn geschehene Intercession und in Anbetracht des mühseligen Zeitlaufs" zur Hälfte erlassen. -In einem anderen Schriftstücke weigert die Gemeinde sich, das ruinierte Pfarrhaus herstellen zu lassen, weil der Pfarrer selbst dieses verschuldet habe dadurch, daß er während des Krieges seine Pferde in Stuben und Kammern verborgen habe - u.dgl.m. Er starb am 25. Mai 1762 und wurde zu Erkeln begraben.