Es liegt uns eine Autobiographie von Bruno Johlen vor, die wir hier als PDF-Dokument veröffentlichen

Landwirt Bruno Johlen wurde am 13. Februar 1925 als 5.Kind der Eheleute Albert Johlen und seiner Ehefrau Theresia, geb.Elsing, in Erkeln geboren.
Seine Kindheit verlebte er auf dem elterlichen Bauernhof. Ab 1931 besuchte er die Erkelner Volksschule, dann die Rektoratschule in Brakel, danach besuchte er die Mittelschule in Beverungen und schloß dort die einjährige Reifeprüfung ab.
Am 15.4.1943 wurde er zum zum RAD. (Reicharbeitsdienst) nach Bersenbrück eingezogen, wo es zunächst an der Haase galt, Uferbefestigungen zu bauen. Im Sommer 1943 wurden aber dann aus dem RAD. Flakbatterien aufgestellt und in der Heimatfront bei der Luftabwehr in Bremen eingesetzt. Anfang 1945 wurden sie dann von Bremen aus zur "Stabilisierung" der Ostfront hinter Berlin eingesetzt. Auf dem Rückzug wurde er im Kessel von Halle durch Granatsplitter am Arm verwundet, konnte sich aber in den letzten Kriegstagswirren ohne Gefangenschaft nach Erkeln durchschlagen.
Hier begann nun die Arbeit auf dem elterlichen Hof, den er mit seinem Vater bewirtschaften mußte, da der Hoferbe und seine beiden älteren Brüder noch nicht aus dem Krieg zurückgekommen waren. Später wurde es dann zur tragischen Gewißheit, daß alle 3 Brüder gefallen waren, und er den elterlichen Hof übernehmen mußte.
In Hardehausen lernte er seine Frau Elisabeth, geb. Müller, kennen. Sie heirateten am 12.9.1957. Die Ehe blieb leider kinderlos. Durch die 1998 erfolgte Adoption seines Neffen wurde die Hofnachfolge geregelt. Am 13.5.1999, beim abschließenden Imbiß der Jubiläumsfeierlichkeiten der Landvolkhochschule Hardehausen am Himmelfahrtstag, brach er inmitten seines Freundeskreises tot zusammen.

In der Nachkriegszeit widmete er sich ganz den Erfordernissen dieser Zeit zur berufsständigen, christlichen und demokratischen Erneuerung.


Im Jahr 1985 erhielt Bruno Johlen das Bundesverdienstkreuz aus der Hand des damaligen Landrates Alex Brunnberg

 

So wirkte er in den nachstehend aufgeführten zahlreichen Gremien, Vereinen usw. mit: Mitglied des Ordens Ritter vom Heiligen Grab in Jerusalem, Mitglied des Lionclubs Höxter, Vorsitzender des Vereins landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen, Mitbegründer der Landvolkshochschule Hardehausen, Diözesanvorsitzender der Landjugend, Aufsichtsratsmitglied der Westfleisch-Schlachtfinanz AG, Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Erkeln, Oberst der St. Petrus Schützenbruderschaft Erkeln, CDU Vertreter im Kreistag und Stadtrat Vorsitzender des Jugendwohlfahrtsausschusses im Kreistag, Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Höxter, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der CDU, Vorsitzender der CDU-Ortsunion in Erkeln, Stellv. Bürgermeister in Erkeln, Bezirksverwaltungsstellenleiter in Erkeln, Ortsheimatpfleger.

Als er seine politischen Ämter niedergelegte hatte, widmete er sich der von ihm gegründeten Heimatstube und der Geschichtsforschung in Erkeln.

Ausgezeichnet wurde er mit: der Silbernen Kammerplakette der Landwirtschaftskammer, dem Bundesverdienstkreuz, dem Eisernen Kreuz 11.

Seine verantwortungsvollen Aufgaben hat er uneigennützig im Interesse und zum Wohle aller übernommen. Sein ehrenamtliches Engagement im Berufsstand, in der Politik und im Genossenschaftswesen waren vorbildlich und sein Handeln war geprägt von Sachverstand, Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit.