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14 tote Soldaten Am 10. April fand man auf dem Waldwege, dem sogenannten "Neuen Wege", der von dem Borgholzer Wege in Richtung Vogelsang führt, ungefähr 70 m von dem Wege nach Tietelsen, 13 tote deutsche Soldaten. Alle hatten Kopfschüsse. Weil der Wald mehrere Tage wegen andauernden Schießereien nicht betreten werden konnte, wurden sie nur durch Zufall gefunden. Ein junges Pferd hatte sich auf dem Felde losgerissen und war in den Wald gelaufen. Als man es einfangen wollte, stieß man auf die toten deutschen Soldaten. Ein weiterer Soldat wurde in der Nähe der sogenannten Teufelsbrücke gefunden. Nachdem man dem amerikanischen Kommandanten Meldung gemacht hatte, gab dieser Befehl, die Personalien festzustellen und die Beerdigung sofort ohne Särge, nur in Gegenwart des Geistlichen, auf dem Friedhof der Gemeinde vorzunehmen. Trotz des Verbotes gaben viele Einwohner des Dorfes den toten Soldaten das letzte Geleit. Es wurde festgestellt, daß die Soldaten am 6.4.45 ihr Leben hingeben mußten. Ihre Nachlaßsachen wurden auf dem Gemeindebürgermeisteramt in Verwahr genommen.
Ihre Namen sind folgende: 1. Werner Hilgenböcker, evgl. geboren am 9.9.1927 in Bischofshagen bei Herford, + Erkennungsmarke 12079. 2. August Meyer aus Obermögersheim bei Wassertüdingen (Mittelfranken) Evangelisch, + Erkennungsnummer SS 6069. 3. SS-Schütze Günter Humpa, evgl. geboren am 22.12.1926 in Brieg (Schlesien) Briegsdorfer Str. Nr. 27. Erkennungsmarke 2477. 4. Pionier Herbert Antoine, kath. geb. am 3.8.1927 in Köln - Nippes, Schüler, + Erkennungsmarke 10426. 5. SS-Schütze Albert Leidenberger, geboren am 5.6.1921 in Mestbach, Kreis Neustadt (Westmark) Erkennungsnummer 5 E 66 L A H. 6. Pionier Franz Lempio, kath. geb. am 17.4.1927 Essen - Katernberg, Erkennungsnummer 10539. Grab wurde von Eltern besucht. 7. SS-Soldat Richard Pooth, geb. 14.8.25 in Bieslich (Rees) Erkennungsnummer + 10787. 8. SS - Untersturmführer Joh. Kamer, geb. 6.6.22 in Raumber, Kreis Pölten, Schüler, Erkennungsnummer 10 SS (Stab) I.R. 14 (mot) 43, wohnhaft in Kefermarkt Nr. 8 Ober Donau. Vater geantwortet. 9. SS-Schütze Wolf Langermann, evgl. geb. am 5.9.1928 in Gladbeck, + Erkennungsmarke 6293 SS Pz.Aufklärungs-Ersatz Abtlg., wohnhaft Gladbeck Rossheide 41 a. 10. Gefreiter Peter Issel, kath. geb. 5.4.1903 in München-Gladbeck, Erkennungsnummer 14773 A, wohnhaft München-Gladbeck, Luriper Str.Nr. 254. Grab von Angehörigen besucht. 11. Anton Schüller, kath. geb. 20.7.09 in Algenbach bei Eitorf, Erkennungs- nummer 10507. Wohnhaft Honnef-Sieg, Bonner Str. 79. Grab von Ange- hörigen besucht. 12.+ Wilhelm Volmer, kath. geb.7.4.1903 in Geseke. Orth ab Hagen 20. 13. Unteroffz. Werner Tietzel, evgl. geb. 12.7.1920 in Quedlinburg, wohnhaft Langenbilau, Kreis Reichenbach (Schlesien) Eduard Wagener Str. 23. Erkennungsmarke 737. 14. Herbert Wessiken. Ohne Soldbuch gefunden, etwa 40 m von der Teufelsbrücke in Richtung Erkeln. Erkennungsnummer 124 1 Al AA 5 Waffen SS, Unterscharführer. Auf einem Postabschnitt war vom Jahre 1941 die Anschrift Else Wessiken, Buchta-Wien-Hadersdorf, Adolf Hitler Str. 49 I. Mutter auf Mitteilung geantwortet. Sämtlichen Angehörigen wurden trotz größter Schwierigkeiten sobald wie möglich Nachricht gegeben. Die mit + bezeichneten Gefallenen wurden von den Hinterbliebenen in die Heimat überführt.
Nachtrag 1954 Die auf unserem Friedhof bestatteten Krieger, die am Kriegsende im Walde an der Straße nach Tietelsen gefunden waren, wurden am 9.4.54 durch ein Gräberkommando auf dem neuen Ehrenfriedhof bei Brakel beigesetzt. In dieser schönen Anlage ist ihnen im Kreise ihrer Kameraden ein ewiges Ruherecht gewährt. |